Der Notruf

Der schnelle Weg zu schneller Hilfe

Notrufnummern

Feuerwehr, Rettungsdienst, Notarzt:  112
Polizei:  110

Bitte beachten Sie, dass der Anruf bei einer Notrufnummer immer kostenlos ist (auch vom Handy oder einer Telefonzelle!), jedoch jeder Anruf inkl. Rufnummer (auch wenn die Rufnummernübermittlung ausgeschaltet ist) dokumentiert wird.

Die 5 W's

Damit der Disponent am anderen Ende der Leitung sich ein Bild von der Situation vor Ort machen kann, ist es sehr wichtig, dass Sie ihm alle verfügbaren Informationen geben und vor allem auf Rückfragen warten. Die wichtigsten benötigten Informationen lassen sich mit den 5 W-Fragen beschreiben:

  • Was ist passiert
    • Verkehrsunfall, Feuer, leblose Person
  • Wo ist es passiert
    • Genaue Adresse (bei Gebäuden auch Stockwerk angeben)
  • Wie viele Personen sind betroffen
    • Sind Personen betroffen, vermisst, verletzt?
  • Welche Art von Verletzung
    • Leblose Person, Platzwunde, etc.
  • Warten auf Rückfragen
    • Der Disponent wird möglicherweise weitere Fragen stellen

Nach dem Notruf

Kümmern Sie sich um die betroffenen Personen, nichts ist schlimmer, als in einer Notsituation allein zu sein. Erzählen Sie vom letzten Urlaub oder von ihren Kindern, die Person wird ihnen dankbar sein, nicht allein zu bleiben.
Sind weitere Personen vor Ort, sorgen Sie auch dafür, dass die Hilfe schnell eintrifft. Dazu ist es hilfreich eine Person in die Richtung zu schicken, aus der die Hilfe kommen wird. Die Rettungskräfte können durch den Einweiser die Einsatzstelle schneller erreichen und müssen nicht lange suchen.

Notruf vom Handy

Seit dem Jahr 2009 ist ein Notruf vom Handy nicht mehr ohne eingelegte Sim-Karte möglich (siehe dazu u.a. heise.de). Diese Änderung wurde notwendig, um die Zahl der missbräuchlichen Notrufe zu reduzieren. Es ist aber durchaus möglich, einen Notruf über ein Handy abzusetzen, welches eigentlich keinen Empfang hat. Im Display ist dann etwas wie „Nur Notrufe“ zu lesen. In diesem Fall wird der Notruf nicht über das eigene Netz geführt, sondern über ein fremdes Handynetz, das an diesem Standort Empfang hat. Auch dabei entstehen keine Kosten für den Anrufer.

Missbrauch des Notrufs

Das missbräuchlich Absetzen eines Notrufs ist kein Spaß sondern stellt eine Straftat dar. Werden aufgrund dieses Notrufs Einsatzkräfte alarmiert, kann Schadensersatz in erheblicher Höhe geltend gemacht werden. Ein solches Beispiel findet sich in einem Bericht der osthessen-news.

112 europaweit

Der deutsche Feuerwehrverband hat zusammen mit dem Bundesinnenminister die Aktion "112 europaweit" ins Leben gerufen. Ziel ist es, eine einheitliche Notrufnummer in ganz Europa einzuführen. Infos zu dieser Aktion sind auf der Homepage des Deutschen Feuerwehrverbandes hinterglegt (dfv.org).

 

 

Datum:
16. Oktober 2009
Geändert:
23. November 2009